Impfen und Impfgegner


Immer wieder formieren sich im Netz und auf Demos sogenannte Impfgegner. Warum?

Was sagt denn mein kluger Kluge dazu?

impfen [...] zunächst ein Ausdruck des Wein- und Gartenbaus für 'veredeln (pfropfen)', im 18. Jh. übertragen auf die Schutzimpfung von Menschen.

(Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, de Gruyter, 1995)


Okay, das hilft jetzt nicht so wirklich weiter. Dann vielleicht doch direkter:
Was passiert denn beim Impfen? Da spritzt mir jemand etwas Fremdes in meinen Körper, direkt ins Blut, und über die Adern verteilt sich dieser Fremdstoff dann überall in meinem Körper.
Ist es das? Die Vorstellung, dass mein Körper mit etwas geflutet wird, das da eigentlich gar nicht rein gehört? Wobei „geflutet” jetzt ja das falsche Wort ist. Es wird nur eine ganz bestimmte kleine Menge rein gelassen, gerade groß genug, um meine Immunabwehr zu alarmieren und die Selbstheilungskräfte ans Laufen zu bringen. Und warum das Ganze? Damit sie geschult und bereit sind, wenn tatsächlich mal ein Großangriff erfolgen sollte. Und damit ich niemals an dieser Krankheit erkranke und andere anstecke.
Soweit, so klar. Trotzdem wehren sich viele dagegen.
Oder ist es vielleicht der Pieks an sich? Die mechanische Verletzung meiner Außenhaut, meiner Schutzhülle?
Sind Impfgegner dann Menschen, die grundsätzlich nichts und niemanden an sich ranlassen? Und schon gar nicht in sich rein? Sind es Menschen, die schon panisch werden, wenn man sie nur zaghaft berührt? Die sich schon zum Zurückschlagen bereitmachen, wenn man ihnen nur freundlich die Hand reicht oder auf die Schulter klopft?
Woher sonst diese Angst vor der Impfung?